Serengeti

31. August 2011

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Safari Tag 1: Lake Manyara

26. August 2011

Laut Reiseführer ist der Nationalpark Lake Manyara „einer der am meisten unterschätzten Parks Tansanias“. Er ist 330 Quadratkilometer groß und besteht, je nach Jahreszeit, bis zu zwei Dritteln aus dem See Manyara. Es ist der erste Stopp meiner Tour durch Tansanias Nationalparks. Wer mitkommen mag auf eine kleine Tour, klickt hier:

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Zu Besuch beim Tchibo-Kaffee

25. August 2011

Diese Arabica-Kaffeebohnen landen mal als Tchibo-Kaffee in Deutschland

Diese Arabica-Kaffeebohnen landen mal als Tchibo-Kaffee in Deutschland

Die Tchibo-Kaffeebohne schmeckt nach Zuckerwasser. Unter der roten Schale ist sie weiß und zäh und wenn man das Zuckerwasser rausgelutscht hat, bleibt ein pappiger Klumpen im Mund. Das soll Kaffee sein? Catherine lacht.

Sie arbeitet als Kellnerin auf der Dachterrasse des Kindoroko Hotels in Moshi und wenn ihr Chef wüsste, dass sie jetzt mit mir zwischen den Kaffeepflanzen der Kilimanjaro Plantation steht, würde er ihr sofort kündigen. Das Hotel vermittelt Ausflüge gegen Gebühr – und eine dalla-dalla-Fahrt zur Tchibo-Plantage steht nicht auf dem Programm.

Die Kaffeepflanzen gehören zur Kilimanjaro Plantation, hier werden jedes Jahr 25.000 Säcke Kaffeebohnen geerntet

Die Kaffeepflanzen gehören zur Kilimanjaro Plantation, hier werden jedes Jahr 25.000 Säcke Kaffeebohnen geerntet

Die dalla-dallas in Moshi sind kleiner und noch vollgestopfter als die in Dar es Salaam. Auf der Fahrt stehe ich in der offenen Tür, Kopf innen am Dach, Hintern im Freien. Ich klammere mich an die Sitzlehne vor mir, die Arme verkreuzt mit meinem Nebenmann, der auf ähnliche Weise versucht, das Gleichgewicht zu halten. An der Tchibo-Plantage gibt es keinen offiziellen Halt, aber in Moshi kann man auch auf offener Strecke aus- und einsteigen.

Auf beiden Seiten der Straße wächst Arabica-Kaffee. Auf der rechten Seite in kleinen Sträuchern, auf der linken in großen. An manchen hängen grüne und rote Früchte.

1,4 Millionen Kaffeebäume wachsen auf der Plantage

1,4 Millionen Kaffeebäume wachsen auf der Plantage

Auf einem Schildchen am Boden steht KPL, Tchibo, Block A1, 3.93 Hektar. KPL steht für Kilimanjaro Plantation. Laut ihrer Website umfasst die Plantage 716 Hektar mt 1,4 Millionen Arabica-Kaffeebäumen der Sorte Kent & Bourbon Varieties. Jedes Jahr werden dort 1600 bis 1800 Tonnen Kaffeebohnen geerntet, sie füllen 25.000 Säcke.

Catherine fragt einen älteren Herrn im Blaumann, wo denn der Eingang sei. Da vorne rechts, zehn Meter die Straße hinunter. „Aber heute ist kein Besuch erlaubt“, sagt er. Es sei Sonntag, da sei der Manager nicht da und ohne Erlaubnis des Managers dürfe niemand aufs Grundstück.

Endstation Maschendrahtzaun: Weil Sonntag ist, darf die Plantage nicht besichtigt werden. Gearbeitet wird aber trotzdem

Endstation Maschendrahtzaun: Weil Sonntag ist, darf die Plantage nicht besichtigt werden. Gearbeitet wird aber trotzdem

Catherine schüttelt den Kopf. Zwei junge Frauen, denen der Einlass verwehrt wird? So etwas gibt es nicht.

Wir warten, bis der Mann hinter dem Zaun verschwunden ist, dann folgen wir ihm, vorbei an einem mit weißen Säcken beladenen Traktor. Am Tor stellen sich uns drei Männer in den Weg, einer trägt ein Maschinengewehr. Catherine diskutiert lange und aufgeregt mit ihnen. Das Ergebnis: Sie würden uns gerne hereinlassen, können es aber nicht, weil der Mann im Blaumann der Sicherheitschef höchstpersönlich war.

Um die Kaffeepflanzen herum gibt es keine Zäune. So kann auch mal eine Kuhherde durch

Um die Kaffeepflanzen herum gibt es keine Zäune. So kann auch mal eine Kuhherde durch

Durch den Maschendrahtzaun sieht man, wie Frauen in bunten Kangas an langen Tischen stehen. Sie würden die Kaffeebohnen trocknen, erklärt Catherine. Auf der Internetseite der Plantage steht, die Bohnen würden dort „regelmäßig gewendet und auf eventuelle Fehler überprüft“ und „schonend durch Sonneneinstrahlung von 55 Prozent auf 12 Prozent Feuchtigkeit getrocknet.“ Danach kämen die Bohnen in sogenannte ventilierte Conditioning Bins, in denen sie auf elf Prozent Feuchtigkeit getrocknet würden und ihre homogene Farbe erhielten.

Als ich meine Kamera zücke, schreit der Mann mit Maschinengewehr auf. Keine Fotos! Auf gar keinen Fall!

Trotz der vielen Kaffeeplantagen ist es schwierig, in Tansania guten Kaffee zu bekommen. Die meisten Tansanier bevorzugen Instant-Kaffee, er dominiert das Angebot im Supermarkt

Trotz der vielen Kaffeeplantagen ist es schwierig, in Tansania guten Kaffee zu bekommen. Die meisten Tansanier bevorzugen Instant-Kaffee, er dominiert das Angebot im Supermarkt

Catherine ist noch enttäuschter als ich. Sie hatte auf ein kleines Honorar für ihre Dienste als Reiseführerin gehofft – das ich ihr natürlich trotzdem gebe. Zum Abschluss unserer kleinen Safari will ich mit ihr zusammen einen Kaffee trinken gehen. Catherine stimmt zu, entscheidet sich aber für einen Milchshake. Sie möge keinen Kaffee, weil der ihren Puls erhöhe, sagt sie.

Auch meine bisherigen Reisebegleiter Benjamin und Allen mochten keinen Kaffee. Und im Supermarkt in Dar gibt es ein ganzes Regal voller Instant-Kaffee, aber kaum Kaffeepulver und gar keine Kaffeebohnen. „Trotz Tansanias vieler Kaffeeplantagen kann es schwierig sein, eine gute Tasse Kaffee zu bekommen“, hatte schon der Lonely Planet-Reiseführer gewarnt.

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Auf nach Moshi! Die Safari beginnt

24. August 2011

Der Luxus-Bus von "Dar Express" bringt mich von Dar es Salaam nach Moshi. Er hat eine Klimaanlage - aber keine Toilette an Bord

Der Luxus-Bus von "Dar Express" bringt mich von Dar es Salaam nach Moshi. Er hat eine Klimaanlage - aber keine Toilette an Bord

Wörtlich übersetzt heißt „Safari“ einfach nur „Reise“. Meine Safari beginnt um 6 Uhr morgens am Ubungo Busbahnhof. Mein Ziel ist Moshi, eine Kleinstadt am Fuß des Kilimandscharo. Von dort aus will ich meine eigentliche Safari durch die tansanischen Nationalparks starten.

Beim Ticketkauf habe ich mich für den Luxus-Bus vo „Dar Express“ entschieden. Er kostet 30.000 Tansania-Schilling (12,80 Euro und damit 10.000 Tansania-Schilling bzw. vier Euro mehr als der reguläre Bus) und hat eine Klimaanlage. Meine Hoffnung, er habe vielleicht auch eine Toilette an Bord, erfüllt sich nicht.

Nach 45 Minuten Fahrt überzeugt eine junge Spanierin den Busfahrer und seine Reisebegleiterin von der Notwendigkeit eines Pinkelstopps. Als der Bus hält, stürzen rund zehn Männer und Frauen hinaus. Ich bin eine von ihnen. Die Reisebegleiterin redet mit einer Frau, die am Straßenrand Pfannkuchen verkauft, dann führt sie uns hinters Haus. Eine windschiefe Holztür hängt vor einem kleinen Verschlag ohne Dach, aber mit Loch im Boden – offenbar das Badezimmer der Familie. Im Hof spielen zwei kleine Kinder und winken uns begeistert zu. Ich will mich bei der Familie bedanken, doch die Reisebegleiterin treibt mich zum Bus. Schnell, schnell, wir müssen weiter.

Neben mir sitzt ein tansanischer Geschäftsmann, der in Malawi arbeitet und übers Wochenende seine Familie in Arusha besuchen will, vor mir ein italienisches Pärchen, das ich nur mit Mühe davon überzeugen kann, ihre Sitzlehnen zumindest so gerade zu stellen, dass meine Knie nicht nach oben gedrückt werden.

Die Fahrt dauert zehn Stunden. Auf zwei kleinen Monitoren flackert ein Film, in dem ein kleiner Junge ständig von seinem Vater Prügel angedroht bekommt. Es soll offenbar eine Comedy-Serie sein. Obwohl der Ton so laut gestellt ist, dass der ganze Bus beschallt wird, brauche ich lange, um das verzerrte Genuschel der Schauspieler als Englisch identifizieren zu können.

Die Raststätte erinnert an einen Markt

Die Raststätte erinnert an einen Markt

Nach der außerplanmäßigen Pinkelpause dürfen wir nur noch zwei Mal aussteigen: an einer Toilettenanlage und an einer Raststätte, die aussieht wie eine Mischung aus Markthalle und McDonalds.

Mein Sitznachbar nutzt die Pause zum Telefonieren und lehnt sich dazu an einen Baum – der vor Ameisen wimmelt. Die nächste halbe Stunde im Bus verbringen wir damit, die Ameisen von seinem Hemd, seiner Hose, seinem Hals, seinem Sitz und meinem Sitz zu entfernen.

Dann zeigt er mir die Schienen. Sie verlaufen parallel zur Straße, sehen alt und rostig aus und sind an vielen Stellen überwuchert. Die hätten die Deutschen gelegt, sagt er. Ab und an fahre noch heute ein Güterzug. Dem Zustand der Schienen nach kann ich das kaum glauben.

Als wir vor einer Reihe kleiner Marktstände halten, stürzen sofort acht Händler auf den Bus zu und halten Orangen, Sonnenbrillen und Kekse zu den Fenstern hinauf. Die Italienerin vor mir, die trotz mehrerer Ermahnungen der Reisebegleiterin die Klimaanlage boykottiert und ihr Fenster ständig zum Fotografieren öffnet, bekommt einen Sack Orangen auf den Schoß geworfen und hat große Mühe, ihn wieder loszuwerden.

Bei dem Stopp hat der Bus zwei Männer an Bord genommen, der eine verkauft Cashewnüsse, der andere Safaris. Der Mann mit den Nüssen macht ein gutes Geschäft, fast in jeder Sitzreihe wird er ein Tütchen los. Der Safari-Mann verkauft nichts. In diesem Bus weiß offenbar jeder, wo er hin will.

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Ein indischer Guru und Hakenkreuze in Dar es Salaam

23. August 2011

Schaufensterpuppen präsentieren in der Pramukh Swami-Straße Mode aus Indien

Schaufensterpuppen präsentieren in der Pramukh Swami-Straße Mode aus Indien

Pramukh Swami ist ein indischer Guru – mit einer Straße in Dar es Salaam. Diese hieß ursprünglich Kisutu, doch das gefiel den Anwohnern nicht. Sie stellten vor vier Jahren bei der Stadtverwaltung einen Antrag auf Umbenennung.

„Die meisten Anwohner dieser Straße sind indischer Abstammung, haben aber die tansanische Staatsbürgerschaft und deshalb das Recht, einen solchen Antrag zu stellen“, sagte damals der stellvertretende Chef des Bezirks Ilala, Mohamed Yakoub, der tansanischen Online-Zeitung „This Day“. Die Kisutu-Straße sei nur eine von vielen, die auf Anfrage der Bürger umbenannt worden sei.

Keine NS-Propaganda, sondern Glückssymbole: Kreuze am Hindu-Tempel

Keine NS-Propaganda, sondern Glückssymbole: Kreuze am Hindu-Tempel

Die Pramukh Swami-Straße läuft durch die Innenstadt von Dar es Salaam. Es gibt hier mehrere Hindu-Tempel mit Hakenkreuzen (im Hinduismus ein religiöses Symbol für Glück), eine Bäckerei mit arabischem Gebäck und ein Geschäft mit indischer Mode. Auf dem Bürgersteig sitzen Männer und flechten Blätter und Blüten zu kunstvollen Sträußchen, die sie an die Tempelbesucher verkaufen.

Indische Mode in der Pramukh Swami-Straße

Indische Mode in der Pramukh Swami-Straße

Wie viele Inder, beziehungsweise Tansanier indischer Abstammung, in Dar es Salaam leben, weiß wohl niemand so genau. Beim Statistikamt bekomme ich jedenfalls keine Antwort auf die Frage.

Indisches Essen bekommt man in der Innenstadt von Dar an fast jeder Straßenecke

Indisches Essen bekommt man in der Innenstadt von Dar an fast jeder Straßenecke

Doch ob im Gitarrenladen, im Hotel oder im Mobilfunk-Shop – früher oder später kommt fast immer ein Geschäftsmann mit indischer Abstammung hinter dem Tresen hervor. Und wer will, kann in Dar mindestens eine Woche lang jeden Tag in einem anderen indischen Restaurant essen.

Und so wird in der Pramukh Swami-Straße eine Hochzeit gefeiert – und am Strand getanzt:

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Den Weg zu verlieren, heißt, ihn zu finden (Tansanisches Sprichwort)

17. August 2011

Der Ubungo-Busbahnhof ist laut Lonely Planet der größte Busbahnhof Ostafrikas

Der Ubungo-Busbahnhof ist laut Lonely Planet der größte Busbahnhof Ostafrikas

Auf Dar es Salaams Gehwegen surrt, brummt und stinkt es. Hunderte Generatoren stehen dort, sie fressen Sprit, spucken Abgase und Strom. In Dar bricht jeden Tag mehrmals die öffentliche Stromversorgung zusammen, manchmal stundenlang. Kein Geschäft kommt ohne Generator aus. Batterien, die den Strom speichern, solange er fließt und ihn abgeben, wenn er ausfällt, wären eine Alternative. Solarzellen auf den Dächern eine andere. Lennard Nickel aus Hamburg hat viele Flyer zu diesem Thema. Manche hat er selbst designt. Er arbeitet als Freiwilliger bei der Tanzania Renewable Energy Association, kurz Tarea, einer Non-Profit Organisation (NGO), die alternative Energien in Tansania fördern will.

Das Tarea-Büro ist direkt am Ubungo-Busbahnhof, das hat mir Lennard vor meinem Besuch gesagt. Von dort aus soll ich ihn anrufen, dann holt er mich ab. Ich wähle seine Nummer, eine blechern klingende Frauenstimme antwortet auf Suaheli. Der Teilnehmer ist nicht erreichbar. Ich wähle wieder und wieder, immer kommt dieselbe Ansage.

Der Ubungo-Busbahnhof ist laut Lonely-Planet der größte Busbahnhof Ostafrikas und bekannt als Hort zahlreicher Taschendiebe. Die Sonne brennt, es gibt weder Unterstände noch Bäume, die Schatten spenden. Lange halte ich es hier nicht aus.

In diesem Gebäude suche ich eineinhalb Stunden lang nach Lennard...

In diesem Gebäude suche ich eineinhalb Stunden lang nach Lennard...

Direkt vor mir steht ein Hochhaus, das nach Bürogebäude aussieht. Als ich näher hinlaufe, entdecke ich ein Poster mit einer Glühbirne im Fenster. Na also!

Ich betrete die Eingangshalle und frage am Empfang nach dem Büro von Tarea. Die Frau blättert minutenlang in einem dicken Ordner, dann drückt sie mir einen Besucherausweis in die Hand. Sechster Stock. Nach dem Namen fragt sie nur die zwei Frauen neben mir. Offenbar reicht meine Hautfarbe als Beweis meiner Vertrauenswürdigkeit.

Im sechsten Stock gibt es kein einziges Schild. Nur ein schwarzes Brett mit einem Warnzettel auf Englisch: In letzter Zeit seien vermehrt geheime Dokumente an die Öffentlichkeit gelangt. Wer Informationen weitergebe, müsse mit harten Strafen rechnen. Als Firma ist Tanesco angegeben, der staatliche Energieversorger.

Ein Mann mit schwarzem Anzug tritt aus dem Aufzug. Das Büro von Tarea? Eine NGO für alternative Energien? Nie gehört! Vielleicht im neunten Stock?

Auch dort gibt es keine Schilder. Und von den herumlaufenden Anzugträgern bekomme ich wieder dieselbe Antwort: Tarea? Nie gehört!

Lennard im Büro von Tarea. Den Computer hat er selbst mitgebracht

Lennard im Büro von Tarea. Den Computer hat er selbst mitgebracht

Ich setzte mich auf die Treppe und wähle Lennards Nummer. Nichts.

Wissen Sie vielleicht, wo das Büro von Tarea ist? Der Mann nickt. Endlich! Hinter der von ihm gezeigten Tür liegt ein Empfangszimmer, das eingerichtet ist, wie ein China-Restaurant. Dunkles Holz mit geschnitzten Figürchen, schwere Vorhänge, Ledercouch. Durch das Fenster sieht man auf eine Baustelle, auf der gerade Strommasten aufgestellt werden.

Das ist das richtige Gebäude...

Das ist das richtige Gebäude...

Die Dame hinter dem Tresen start mich an, als ich ihr sage, dass ich zu Lennard will, der bei Tarea arbeitet. Ob ich eine Visitenkarte von ihm hätte?

Nach rund zehn Minuten, in denen die Dame darauf besteht, selbst die Nummer von Lennards nicht funktionierendem Handy anzurufen, habe ich sie so weit, dass sie mir sagt, dass dies nicht das Büro von Tarea ist. Nach weiteren zehn Minuten sagt sie mir, dass das ganze Hochhaus Tanesco gehört.

Ich bitte die Dame, die Festnetznummer von Tarea zu googlen. Sie sagt, ich solle auf der Couch Platz nehmen. Der ältere Mann, der schon dort sitzt, sieht so aus, als säße er dort seit langem. Ich ahne Schlimmes und wähle Lennards Nummer im Minutentakt. Seine Stimme! Ich bin gerettet!

Das richtige Gebäude befindet sich am Ubungo Fernbahnhof, wenige hundert Meter die Straße hinunter. Lennard verbringt dort acht Stunden pro Tag, seit elf Monaten. Der 21-Jährige hat die Webseite von Tarea gestaltet, ein neues Logo erfunden, eine Ausstellung mitorganisiert und ist als Bote per dalla-dalla durch die ganze Stadt geruckelt. Hätten diese Aufgaben nicht auch von einem Tansanier übernommen werden können?

Einen Webdesigner zu engagieren, hätte Tarea viel Geld gekostet, sagt Lennard. Und seitdem er die Seite gestaltet habe, klickten sie täglich 30 bis 40 Leute an. Außerdem würden bei Tarea neben den deutschen Freiwilligen auch tansanische Freiwillige beschäftigt. Der Begriff „Freiwillige“ ist hier allerdings irreführend. Das monatliche Taschengeld in Höhe von 100 Euro (235.000 Tansania-Schilling), das die Deutschen bekommen, entspricht in Dar es Salaam dem Monatseinkommen eines Lehrers.

Lennard ist sich dessen bewusst. Er wohnt zusammen mit einer deutschen Freiwilligen-Kollegin und zwei Tansaniern in einer Wohngemeinschaft, ohne fließendes Wasser, aber mit einem Hausmädchen, das kocht, putzt und wäscht. Die vier bezahlen sie von ihrem „Freiwilligen“-Gehalt. Wenn Lennard zurück nach Hamburg fliegt, will er ihr sein Fahrrad schenken.

+++Hier geht´s zu Lennards Blog+++

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Sandmännchen und Flip-Flops aus Autoreifen – Karume-Markt Teil 2

15. August 2011

Fund im Stoffberg: Sandmännchen-Taschentuch

Fund im Stoffberg: Sandmännchen-Taschentuch

Mitten im Gewirr des Karume-Marktes lacht mich auf einmal ein alter Bekannter an: das Sandmännchen. Es winkt von einer wollenen Wolke auf einem rot umrandeten Taschentuch, eingeklemmt zwischen zerknüllten Stofffetzen, die alle auf einem Haufen liegen. Das Sandmännchen-Tuch hat vier Bügelfalten.

Wer finden will, muss wühlen

Wer finden will, muss wühlen

Auf diesem Markt ein gebügeltes Stück Stoff zu finden, scheint mir schon ein Wunder. Ein gebügeltes Sandmännchen-Taschentuch zu finden, fast unmöglich. Offenbar will es von mir gekauft werden.

Mit Hilfe von Allen handele ich den Taschentuch-Verkäufer auf 300 Tansania-Schilling (zwölf Cent) runter. Irgendwie sieht das Sandmännchen ein bisschen anders aus als ich es in Erinnerung habe. Ist es vielleicht das berühmte Ost-Sandmännchen? Ich versuche, Allen die bewegte Geschichte der beiden konkurrierenden Sandmännchen zu vermitteln, aber ich glaube, so richtig versteht er sie nicht.

Kein Parkhaus, sondern die neue Markthalle. Hierhin sollen die Händler des Karume-Marktes umziehen

Kein Parkhaus, sondern die neue Markthalle. Hierhin sollen die Händler des Karume-Marktes umziehen

Verständnisvoll nickend bahnt er mir den Weg zum Ausgang, dann unterbricht er mich. Ob ich die neue Markthalle sehen wolle? Na klar.

Die neue Markthalle steht wenige hundert Meter vom Karume-Markt entfernt und sieht aus wie ein fünfstöckiges Parkhaus. Eigentlich zwei Parkhäuser, das eine auf der rechten, das andere auf der linken Straßenseite. Beide sind durch eine Brücke miteinander verbunden. Und beide stehen leer.

So sieht es innen aus

So sieht es innen aus

In jedem Stockwerk das gleiche Bild: nummerierte Käfige, so weit das Auge reicht. Wie in einem Tierheim, nur ohne Tiere. Die meisten Käfige sind leer. In einigen hängen zerrissene Plastiktüten, in einem liegt ein umgekippter Plastikstuhl, in einem anderen schläft eine Frau auf dem Betonboden. Ein Mann verkauft Rucksäcke und Koffer. Allen und ich sind die einzigen, die zwischen den Käfigen herumlaufen.

Die Händler stehen lieber unten auf der Straße

Die Händler stehen lieber unten auf der Straße

Der City Council wollte den Karume-Markt hier hinein verlegen, erklärt Allen: „Aber die Leute wollen nicht drinnen sein.“ Er zeigt auf die Straße unter uns. Auf dem Gehweg direkt vor der Markthalle haben Händler ihre Sachen ausgebreitet, unter bunten Plastikplanen summt ein Gewirr von Stimmen.

Sonne und Regen halten die Planen kaum ab. In der Markthalle ist es trocken und kühl, es gibt elektrisches Licht, fließendes Wasser und eine Toilette. Die Markthalle ist knapp ein Jahr alt. Die wenigen Händler, die bereitwillig umzogen sind, stehen vor dem Bankrott. „Hier kommt nie jemand her“, schimpft der Mann, der die Rucksäcke verkauft. Der City Council habe die Miete schon mehr als halbiert, aber das helfe auch nicht. „Jeder will nahe beim Kunden sein, hier drin ist man ja eingesperrt“, sagt Allen.

Mohammed verkauft auf der Straße Sandalen aus Autoreifen

Mohammed verkauft auf der Straße Sandalen aus Autoreifen

Mohammed gehört zu den Händlern, die auf der Straße vor der Halle stehen. Hier muss er keine Miete zahlen. Wenn die Polizei kommt, rafft er seine Sandalen zusammen und flüchtet.

Die Sandalen hat Mohammed selbst gemacht, aus alten Autoreifen. Das hat er sich von den Massai abgeguckt. In der Stadt und am Strand sieht man häufig Männer mit roten Umhängen und Stöcken in der Hand, die grobe, schwarze Gummisandalen tragen. Manche Sandalen sind so gebogen, dass man die Form des Reifens noch erkennt.

Meine neuen Flip-Flops. Auf der Sohle erkennt man noch den Reifenhersteller

Meine neuen Flip-Flops. Auf der Sohle erkennt man noch den Reifenhersteller

„Meine Schuhe sind schöner“, sagt Mohammed und zeigt auf seine Flip-Flop-Sammlung. Er hat den Gummi so flach gehauen, dass es sich nicht mehr wellt und bei einigen Schuhen silbern glänzende Sternchen in die Riemen gedrückt. Eine Stunde brauche er für ein Paar, sagt er: „Das Schwierigste ist es, die Reifen zu besorgen.“

Als ich Mohammed frage, ob ich ihn fotografieren dürfe, sagt er, er wolle eine kleine Flasche Wasser als Gegenleistung. Er habe so Durst. Es ist wieder einer dieser Momente, in denen ich nicht weiß, was ich sagen soll, doch diesmal fange ich mich schnell wieder und kaufe Mohammed ein Paar Flip-Flops ab. 5000 Tansania-Schilling (2,20 Euro), das reicht für eine Flasche Wasser und das Abendessen. Mohammed strahlt. Und ich fühle mich wie eine echte Schnäppchen-Königin. Ein Sandmännchen-Taschentuch und Autoreifen-Sandalen, was braucht man mehr?

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Regen in Dar

14. August 2011

Wenn es in Dar regnet, dann kurz und heftig

Wenn es in Dar regnet, dann kurz und heftig

Kaum zu glauben, aber wahr: Auch in Dar es Salaam regnet es! Hier sind die Beweisfotos. Der Regen hier ist allerdings warm und fühlt sich an, als käme er aus einem Duschkopf. Da nur wenige Straßen asphaltiert sind, steht man schnell knöcheltief im Matsch, zum Glück dauern die Regenschauer aber meist nur einige Minuten.

Doof, wenn man jetzt Wäsche draußen hängen hat

Doof, wenn man jetzt Wäsche draußen hängen hat

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Liebe Europäer, werft doch bitte Eure Schuhe früher weg – Karume-Markt Teil 1

13. August 2011

Schuhverkäufer Etto. Manche seiner Schuhe sehen aus wie neu, sie stammen aber aus Altkleidersammlungen in Europa

Schuhverkäufer Etto. Manche seiner Schuhe sehen aus wie neu, sie stammen aber aus Altkleidersammlungen in Europa

Etto verkauft getragene Schuhe. Sie stammen aus Europa, aus welchem Land, weiß er nicht genau. Deutschland vielleicht oder Großbritannien. Etto bekommt die Schuhe von einem Großhändler, weil er schon lange Kunde ist und manchmal auch ein bisschen mehr zahlt, darf er sich aus dem Container die besten raussuchen. Gesäubert und poliert verkauft er die besten Exemplare für 80.000 Tansania-Schilling (35 Euro), ein kleines Vermögen.

Schnäppchenjäger müssen sich die zueinander passenden Schuhe hier selber suchen

Schnäppchenjäger müssen sich die zueinander passenden Schuhe hier selber suchen

Ettos Stand kann man nur durch Zufall finden. Der Karume-Markt ist ein Labyrinth aus Hunderten Tischen, auf denen sich alte T-Shirts, Jacken, Hosen und Schuhe stapeln. Aus Lautsprechern dröhnen blecherne Stimmen: „T-Shirts nur 2000 Schillingi, alles ein Preis!“ (2000 Tansania-Schilling sind 86 Cent.)

Planen aus Leinen und Wellblechstücke bilden ein durchgehendes Dach, nur wenige Sonnenstrahlen schaffen es bis auf den Lehmboden. Ist man einmal drin im Gewirr des Marktes, kann man schwer sagen, in welcher Richtung der Ausgang ist.

Aus diesen Säcken stammen die Waren, die Etto und seine Kollegen verkaufen

Aus diesen Säcken stammen die Waren, die Etto und seine Kollegen verkaufen

„Wir kaufen lieber gebrauchte Sachen aus Europa als neue aus Asien“, sagt Allen, mein neuer Guide. „Die Qualität ist einfach besser.“

Ich habe Allen am Strand kennengelernt und zuerst für einen der Jungs gehalten, die sich für Geld an weiße Frauen verkaufen. Dass es so etwas gibt, ist in Dar ein offenes Geheimnis. Man sieht hier öfter auffallend alte Europäerinnen, die sich an auffallend junge Männer kuscheln.

Allen zeigt mir den Weg durchs Chaos

Allen zeigt mir den Weg durchs Chaos

Allen sagt, er habe mich angesprochen, weil er neugierig war, weil er sich unterhalten wollte und nichts zu tun hatte. Ich vertraue ihm. Er hat am Strand nicht versucht, mir etwas zu verkaufen, er hat mich nicht angebettelt, mich nicht ausgeraubt und nicht angefasst. Und so habe ich ihn gefragt, ob er mich zum Karume-Markt begleiten würde. Eine gute Entscheidung.

Hier gibt es sogar gebrauchte BHs zu kaufen

Hier gibt es sogar gebrauchte BHs zu kaufen

Ohne einheimischen Führer wäre ich auf diesem Markt verloren. Männer und Frauen schreien von allen Seiten auf mich ein. Ein Junge hält mir vorwurfsvoll die kaputte Sohle einer Sandale vor die Nase. „Sag den Leuten in Europa, sie sollen an uns hier in Afrika denken und ihre Schuhe früher wegwerfen“, sagt er. Ich starre ihn an, dann muss ich lachen und er lacht auch.

Abu will in Europa neue Kunden gewinnen - und wird von den Umstehenden ausgelacht

Abu will in Europa neue Kunden gewinnen - und wird von den Umstehenden ausgelacht

Eine Frau hält Allen am Arm fest, er solle ihre Schuhe angucken, hier, fast wie neu. Allen sagt, er sei nur hier, um mir den Markt zu zeigen, doch die Frau glaubt ihm nicht. „Sieht ja jeder, dass die schon ganz lange in Afrika ist“, sagt sie und zeigt auf mich. Ich weiß nicht, ob das ein Kompliment oder eine Beleidigung ist, entschließe mich aber, es als Kompliment aufzufassen.

Als Allen für mich einen Händler fragt, ob ich ein Foto von ihm machen dürfe, wollen auf einmal alle fotografiert werden. „Ja, das ist Werbung, da kriege ich mehr Kunden“, freut sich Abu. Die Umstehenden lachen ihn aus. „Du verkaufst das Zeug, das die Europäer weggeworfen haben, warum sollten sie das ausgerechnet bei Dir wieder kaufen?“ ruft Etto. Auch er will fotografiert werden, „damit die Menschen sehen, wovon wir hier leben“.

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Hamburger Feuerwehrauto für ehemalige Straßenkinder

2. August 2011

Rainer arbeitet als Freiwilliger im Dogodogo-Centre

Rainer arbeitet als Freiwilliger im Dogodogo-Centre

Zwei dalla-dalla-Stunden nördlich von Dar es Salaam steht ein Feuerwehrauto mit Hamburger Kennzeichen. Es ist 25 Jahre alt, aber es fährt und trötet und spuckt Wasser. Das will mir Rainer Thumm beweisen. Der 20-Jährige arbeitet als Freiwilliger im Dogodogo-Centre, einem Internat, in dem Straßenkinder zu Schreinern, Schneidern und Künstlern ausgebildet werden. Rainer bringt ihnen bei, wie man Feuer löscht, erste Hilfe leistet und Autos zerlegt. Das Equipment dazu hat die Hamburger Feuerwehr gespendet, samt Löschfahrzeug.

Im Dogodogo-Centre werden ehemalige Straßenkinder zu Schreinern ausgebildet

Im Dogodogo-Centre werden ehemalige Straßenkinder zu Schreinern ausgebildet

Rainer dreht den Zündschlüssel um und bewegt einen Schalter. Stille. Rainer ruckelt am Schalter, einmal, zweimal, dann geht der Alarm los. Ein Junge kommt angerannt, dann noch einer und noch einer, sie rennen zu dem roten Container, der neben dem Löschfahrzeug steht, schnappen sich blaue Jacken und weiße Helme. Auf den Rückseiten der Jacken steht „Hamburger Feuerwehr“.

Rainer bringt den Jungs bei, wie man Feuer löscht

Rainer bringt den Jungs bei, wie man Feuer löscht

Kaum sind alle acht Jungs im Auto, fährt Rainer los, einmal ums Verwaltungsgebäude herum, auf den Fußballplatz, wo schon der „Verletzte“ liegt. Zwei rennen zum ihm hin, die anderen setzen einen Schlauch zusammen, lassen ihn einen Brunnen hinab. Und Wasser marsch!

Das Wasser für die Löschübungen pumpen die Jungs aus einem Brunnen

Das Wasser für die Löschübungen pumpen die Jungs aus einem Brunnen

Ich habe den Wind nicht bedacht. Das Wasser, das jetzt auf mich regnet, hat mehr Power als die Dusche in meinem Zimmer. Bei mehr als 30 Grad fällt es aber leicht, darüber zu lachen.

Die Jungs haben gute Chancen, nach ihrer Ausbildung als Feuerwehrmänner angestellt zu werden

Die Jungs haben gute Chancen, nach ihrer Ausbildung als Feuerwehrmänner angestellt zu werden

Letzte Woche sei der Feuerwehrchef von Dar es Salaam hier gewesen und habe sich eine Übung angesehen, sagt Rainer: „Er war begeistert und hat gesagt, die Jungs könnten sofort zum Feuer löschen losgeschickt werden.“

Ausgerechnet das Hamburger Kennzeichen hält sie aber davon ab. Das Feuerwehrauto braucht eine tansanische Zulassung, sonst darf es nicht auf der Straße fahren.

„Eigentlich sollte das schon lange erledigt sein“, sagt Rainer. Die tansanischen Behörden verlangten aber nun alte TÜV-Unterlagen aus Deutschland und die seien schwer zu beschaffen. Das Löschfahrzeug gehörte früher der Werksfeuerwehr von Aurubis, nach dem Tsunami war es in Sri Lanka im Einsatz.

Ein zweites Feuerwehrauto aus Hamburg ist schon per Frachtschiff auf dem Weg nach Dar es Salaam. Wann es in Dar ankomme, sei aber ungewiss, sagt Bernhard Staub, Leiter des Centres: „Manchmal liegen Container zwei Monate im Hafen, bevor der Zoll sie bearbeitet.“

In Tansania gibt es keine Freiwillige Feuerwehr. „Hier arbeitet niemand ohne Lohn“, sagt Rainer. Stattdessen gibt es private Feuerwehren, die ihre Löschfahrzeuge in der Stadt vor den Gebäuden ihrer Kunden positionieren. „Die Feuerwehrmänner sitzen da den ganzen Tag und warten“, sagt Rainer. Seine Jungs seien schon jetzt besser ausgebildet.

Zwei Jahre wohnen und lernen die Straßenkinder im Dogodogo-Centre. „Wenn sie wollen, können sie danach auch als Feuerwehrmann arbeiten“, sagt Rainer. Der Feuerwehrchef von Dar habe schon Interesse signalisiert.

Rainer ist der erste Freiwillige im Center. Die Stelle war speziell für junge Leute mit Erfahrungen bei der Freiwilligen Feuerwehr ausgeschrieben. Obwohl jedes Jahr zehn Hamburger Jugendfeuerwehrmänner mit Betreuer zum Dogodogo-Center reisen, hatte sich niemand aus Hamburg auf die Stelle beworben. Rainer kommt aus Reutlingen, sein Nachfolger, der ihn Ende August ablösen wird, aus Bayern.

Als Freiwillige kriegen sie 100 Euro von ihrer Entsendeorganisation, dazu ein kleines Häuschen auf dem Schulgelände und Frühstück, Mittag- und Abendessen in der Kantine. „160 Euro ist hier viel Geld, da lebt eine ganze Familie einen Monat lang davon“, sagt Rainer.

Im nahen Dorf rufen die Leute schon von weitem „Rainer, Rainer“, wenn sie ihn sehen. Der 20-Jährige spricht mittlerweile fließend Suaheli und hat eine tansanische Freundin. Als er ankam, verstand er kaum etwas. Die 80 Straßenjungen, die im Center wohnen, sprechen kaum Englisch.

„Es gibt in Tansania keine Mädchen, die auf der Straße leben“, sagt Rainer. Sie seien entweder zu ängstlich, um von zu Hause wegzulaufen oder würden sofort von irgendjemandem wieder aufgegriffen: „Jeder, der hier wohnt, hat seine eigene Geschichte.“

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